Schwangerschaft

Nach Feststellung  einer Schwangerschaft wird der Patientin ein Mutterpass ausgestellt, in den alle Untersuchungsbefunde eingetragen werden.

Falls noch nicht bekannt, erfolgt die Bestimmung der Blutgruppe, der Röteln-Antikörper (sofern nicht die zweimalige Impfung gegen Röteln im Impfausweis dokumentiert ist ) , eine Kontrolle auf  Chlamydien,  auf Lues ( Syphillis ) und eine Untersuchung auf HIV (wird von uns empfohlen )

Bei der Erstuntersuchung empfehlen wir zusätzlich eine Bestimmung von Antikörpern gegen Toxoplasmose, Windpocken, CMV und Ringelröteln.

Vorsorgeuntersuchungen finden in der Schwangerschaft anfangs alle 4, später alle 2 Wochen statt. Es wird der Blutdruck, der Eisenwert im Blut  und der Urin auf Zucker, Eiweiß und  Infektionen kontrolliert. Eine Untersuchung der Scheide dient zur Überprüfung der Festigkeit des Muttermundes und der Kontrolle auf Scheideninfektionen.

Notwendige Ultraschalluntersuchungen sind immer eine  Kassenleistung.  

Sie erfolgen in der 9.-12. SSW ( Schwangerschaftswoche ), in der 19.-22. SSW und in der 29.-32.SSW.Es besteht seit 1.7.13 für die Patientin die Möglichkeit in der 19.-22.SSW zwischen einem Basis-Ultraschall und einem erweiterten Ultraschallscreening mi verbesserter Organdiagnostik zu wählen.

Der Ultraschall wird bis zur 12. SSW  von der Scheide her durchgeführt. Mittels Ultraschall wird überprüft, ob der anhand der letzten Periode  berechnete Termin stimmt oder korrigiert werden muss. Ab der 12. Schwangerschaftswoche wird vom Bauch her geschallt. Die Untersuchung kann auf einen USB Stick  übertragen werden. Ultraschalluntersuchungen dienen der Kontrolle der gesunden Entwicklung des Kindes im Mutterleib. Sie dienen auch zur Suche nach Fehlbildungen, obwohl nicht alle Fehlbildungen im Ultraschall vorgeburtlich feststellbar sind.

Sollte eine Risikoschwangerschaft (z. B. bei Diabetes) vorliegen  oder im Routineultraschall eine Auffälligkeit gesehen werden, erfolgt eine Überweisung an ein auf Fehlbildungen spezialisiertes Zentrum. Grundsätzlich gilt das Recht der Schwangeren auf “Nichtwissen“; das heißt Ultraschalluntersuchungen und weiterführende Diagnostik können abgelehnt werden.

Eine Kontrolle auf Schwangerschaftsdiabetes erfolgt nach den geänderten Mutterschaftsrichtlinien in der Zeit von der 25. bis 28.SSW  als Kassenleistung.

Ab der 32. SSW  erfolgt  alle 2 Wochen eine CTG   Kontrolle. Hierbei werden der Herzschlag des Kindes und die Wehentätigkeit aufgezeichnet. Bei Verdacht auf Wehen natürlich auch bereits früher. Nach der Entbindung findet die erste Kontrolle statt, wenn das Baby 6-8 Wochen alt ist. Bei Problemen mit Stillen, des Wochenflusses oder der Naht schon eher.